Am schwarzverhängten Himmelstor
Steht breit der helle Mond
Und sorgt für Gottes-Ruh.
Wolken ungeheuer, tauchen auf.
Perlmutterschuppig. Sie glotzen
Den Wächter dumm an und schleichen
Sich heimtückisch an ihm vorbei.
Erdunten, wo die Menschen schlafen
In dunklen Hütten, jagt Frau Nacht
Mit Silberlanzen auf Schattenwild.
Das Gedicht "Skizze" stammt von Hugo Ball (1886 - 1927).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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