Im dunklen Tannenwalde

Da wogt ein See im Gestein,

Da ftüstern die schattigen Zweige

Wie Märchen zur Flut hinein.

 

Des Morgens helles Gefunkel

Ergießt sich ins grüne Thal,

Des Waldes Schattendunkel

Erdämmert im Sonnenstral.

 

Da heben sich leise die Wellen

Und Heilen sich klingend empor,

Und heben mit kosenden Armen

Lachende Nixlein hervor.

 

Und heben sie ans Ufer

Mit ihrer Glieder Schnee,

Mit ihren grünen Haaren —

Und jubelnd erbraust der See.

 

Und sie tanzen am grünen Ufer

Und küssen die Blümlein all,

Eh noch die Zweige durchglühet

Des Tages flammender Stral.

 

Und hüpfen mit süßem Lächeln

In die wogende Flut hinein,

Und die Wollen und die Blumen

Erglühen im Morgenschein.


Das Gedicht "Waldesmorgen" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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