Es ward der Geist Gedanke,
Der aber ward zum Wort,
Das Wort brach seine Schranke
Und wuchs zum Liede fort.
Das Lied ward laut gesungen
Und formte sich zur That,
Die alle Welt bezwungen,
Den Geist entfesselt hat.
Gedichte
Hermann Rollett
Es ward der Geist Gedanke,
Der aber ward zum Wort,
Das Wort brach seine Schranke
Und wuchs zum Liede fort.
Das Lied ward laut gesungen
Und formte sich zur That,
Die alle Welt bezwungen,
Den Geist entfesselt hat.
Das Gedicht "Siegeslied" stammt von Hermann Rollett (1819 - 1904).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.