In der Nacht, wenn alles ruht,
Träumend von der Ferne,
Hat der Himmel auf der Hut
Nur das Aug der Sterne.
Doch wenn in die Welt zurück
Kehrt des Tages Wüten,
Braucht er schon den Sonnenblick,
Um sie zu behüten.
Gedichte
Hermann Rollett
In der Nacht, wenn alles ruht,
Träumend von der Ferne,
Hat der Himmel auf der Hut
Nur das Aug der Sterne.
Doch wenn in die Welt zurück
Kehrt des Tages Wüten,
Braucht er schon den Sonnenblick,
Um sie zu behüten.
Das Gedicht "Schutz" stammt von Hermann Rollett (1819 - 1904).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.