Das Gras auf der Heide, so grün und voll,
Spricht ewig, daß ich hoffen soll.
Die Rosenflur ruft glühend rot:
Liebe, liebe bis in den Tod!
Und der blaue Himmel oben spricht:
Vergißmeinnicht! Vergißmeinnicht! —
Du grünes Gras, du weißt es nicht,
Wie bald, wie bald die Treue bricht.
Du liebes Röslein, so glühend rot, —
Du weißt nichts von der Liebe Tod.
Du aber Himmel so tief und blau —
Kühle mein Herz mit deinem Thau,
Oder erlöse von seinem Schmerz
Ein wehmutvolles, banges Herz!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte