Kalte Luft durchzieht die Bäume,
Welke Blätter wehn herab,
Und des Lenzes Blütenträume
Fanden früh ihr stilles Grab.
Nebel lagern feucht im Thale,
Scheues Wild rauscht durch den Wald,
Und der Tag, mit kühlem Strale,
Schließt sein mattes Auge bald.
Ach! — und du auch bist so traurig! —
Wol ist Alles blütenarm,
Wol ist Alles kalt und schaurig —
Doch das Herz ist liebewarm.
Laß ihn glühn den Brand der Liebe,
Daß sie flammend uns bekränz,
Und wir blühn, wenn Alles trübe,
Auf in grünem Liebeslenz!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Weitere gute Herbstgedichte zum schmökern.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte