Sei gegrüßt, du schöner Morgen,
Blauer Himmel— sei gegrüßt,
Den, im Traum der Nacht verborgen,
Sonnenliebe wachgeküßt.
Strale mir mit neuem Feuer
In die laute Brust hinein,
Neuerglühter, wolkenfreier,
Heller Morgensonnenschein!
Sünde mir im Herzen wieder
All die Liebesflammen auf,
stufe wieder meine Lieder
Liebevoll zu dir hinauf!
Dämmert leise dann der Abend,
Wenn du deine Bahn vollbracht.
Grüß ich noch den Glanz, der labend
Aus dem Mond herniederlacht.
Und es strömen deine süßen
Stralen aus dem Monde rein,
So als ließest du mich grüßen,
O geliebter Sonnenschein!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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