Sei gegrüßt, du schöner Morgen,

Blauer Himmel— sei gegrüßt,

Den, im Traum der Nacht verborgen,

Sonnenliebe wachgeküßt.

 

Strale mir mit neuem Feuer

In die laute Brust hinein,

Neuerglühter, wolkenfreier,

Heller Morgensonnenschein!

 

Sünde mir im Herzen wieder

All die Liebesflammen auf,

stufe wieder meine Lieder

Liebevoll zu dir hinauf!

 

Dämmert leise dann der Abend,

Wenn du deine Bahn vollbracht.

Grüß ich noch den Glanz, der labend

Aus dem Mond herniederlacht.

 

Und es strömen deine süßen

Stralen aus dem Monde rein,

So als ließest du mich grüßen,

O geliebter Sonnenschein!


Das Gedicht "Gruß" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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