Im Herbst 1845

 

Da bin ich nun am roten Fels

Im weiten, grünen Meer,

Nichts als der Wolken wilde Jagd,

Und Brandung ringsumher.

 

Die Möve schritt, die Seegel wehn,

Der Lotse späht vom Strand

Mit seinem blauen Frisenblick,

Als säh er fernes Land.

 

Ich frug den Mann: was blickst du denn

So bang nach jenem Ort,

Als sahst du, wie Verderben droht

Dem Seegler "Freiheit" dort.

 

Da zuckt ein Blick. Am Horizont

Flammt auf ein sinkend Schiff. -

Der kühne Seegler liegt zerschellt

An starrem Felsenriff.


Das Gedicht "Auf Helgoland" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte