Im August 1845
Ich könnt ein Lied euch singen
Von einer großen Schmach, —
Es müßte das Herz euch springen,
Wie mir der Glaube brach.
Doch will ich lieber schweigen
In bitterer Traurigkeit,
Und weinend das Antlitz neigen
Auf diese böse Zeit. —
Zu Leipzig an den Bäumen
Da klebt noch schuldlos Blut,
Wir aber denken und träumen
Und haben keinen Mut.
O Volk, du läßt dich erschlagen
In feiger Ergebenheit,
Doch, was du magst ertragen,
Verdienst du in alle Zeit!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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