Im August 1845

 

Ich könnt ein Lied euch singen

Von einer großen Schmach, —

Es müßte das Herz euch springen,

Wie mir der Glaube brach.

 

Doch will ich lieber schweigen

In bitterer Traurigkeit,

Und weinend das Antlitz neigen

Auf diese böse Zeit. —

 

Zu Leipzig an den Bäumen

Da klebt noch schuldlos Blut,

Wir aber denken und träumen

Und haben keinen Mut.

 

O Volk, du läßt dich erschlagen

In feiger Ergebenheit,

Doch, was du magst ertragen,

Verdienst du in alle Zeit!


Das Gedicht "Ans deutsche Volk" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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