Immer leiser wird mein Schlummer,

Nur wie Schleier liegt mein Kummer

Zitternd über mir.

Oft im Traume hör ich dich

Rufen drauß vor meiner Tür,

Niemand wacht und öffnet dir,

Ich erwach und weine bitterlich.

 

Ja, ich werde sterben müssen,

Eine Andre wirst du küssen,

Wenn ich bleich und kalt.

Eh die Maienlüfte wehn,

Eh die Drossel singt im Wald:

Willst du mich noch einmal sehn,

Komm, o komme bald!


Das Gedicht "Immer leiser wird mein Schlummer" stammt von   (1820 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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