Sie geht in aller Frühe,

noch eh die Dämmrung schwand,

den Weg zur Tagesmühe

im ärmlichen Gewand.

Die dunklen Nebel feuchten

noch in der Straße dicht,

sonst sähe man beleuchten

ein Lächeln ihr Gesicht.

Die Götter mögen wissen,

warum sie heimlich lacht -

es weiß es nur das Kissen,

was ihr geträumt heut nacht.


Das Gedicht "Kleines Glück" stammt von   (1820 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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