Du bist so schön und rein,

Wunnevolles Magedein,

Deinem Dienste ganz allein

Möcht ich wohl mein Leben weihn.

 

Deine süßen Äugelein

Glänzen mild wie Mondenschein;

Helle Rosenlichter streun

Deine roten Wängelein.

 

Und aus deinem Mündchen klein

Blinkt′s hervor wie Perlenreihn;

Doch den schönsten Edelstein

Hegt dein stiller Busenschrein.

 

Fromme Minne mag es sein,

Was mir drang ins Herz hinein,

Als ich weiland schaute dein,

Wunnevolles Magedein!


Das Gedicht "Minnegruss" stammt von (* 1797-12-13, † 1856-02-17).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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