Abwesend hat man Unrecht. Eine Reise

Zwar von acht Tagen nur, riß aus Melissens Arm

Die er schon lange Zeit auf nicht gemeine Weise

Geliebt, den Kleon weg. Nichts gleichet ihrem Harm.

Sie kann den ersten Tag nicht schlafen und nicht eßen.

Am zweiten kömmt Philint, und - Kleon ist vergeßen.

Doch er kömmt wieder. »Ungetreue!

Spricht er, hast dus mit mir nur so gemeint?«

»Mein Freund, antwortet sie, mein guter Freund!

Was du mir sagen kannst, hab ich verdient, bereue,

Beklag es sehr, nur - mach geschwinde fort,

Denn unter uns - der andre wartet dort.«


Das Gedicht "Weibertreue A. Abwesend hat man Unrecht" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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