Des Morgens wache Königin
Hört schon mein frühes Lied;
Sie weiß wie liebevoll ich bin
Und wie die Spröde flieht.
Und Phoebus von dem ersten Strahl
Bis er zur Ruhe geht
Sieht nichts als Thränen ohne Zahl,
Die doch ihr Stolz verschmäht.
O! werd ich keinen Morgen sehn,
Der mir gequältem lacht?
Ist mir kein Tag, kein Abend schön,
Und heiter keine Nacht?
Es ruft in meinen Trauerklang
Der Wiederhall betrübt.
Wann sagt mein freudiger Gesang,
Daß Lalage mich liebt?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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