Des Morgens wache Königin

Hört schon mein frühes Lied;

Sie weiß wie liebevoll ich bin

Und wie die Spröde flieht.

 

Und Phoebus von dem ersten Strahl

Bis er zur Ruhe geht

Sieht nichts als Thränen ohne Zahl,

Die doch ihr Stolz verschmäht.

 

O! werd ich keinen Morgen sehn,

Der mir gequältem lacht?

Ist mir kein Tag, kein Abend schön,

Und heiter keine Nacht?

 

Es ruft in meinen Trauerklang

Der Wiederhall betrübt.

Wann sagt mein freudiger Gesang,

Daß Lalage mich liebt?


Das Gedicht "Lied" stammt von   (1744 - 1806).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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