Willst du der Klagen
Dich ganz entschlagen,
Trink Wein mein Sohn!
Folgst du der Lehre,
Dann eilt, ich schwöre,
Der Gram davon.
Beym vollen Becher
Verlacht der Zecher
Die ganze Welt.
Dieß wirst du glauben,
Wann Saft der Trauben
Dein Aug erhellt.
Wer wird den Schönen
Auch immer fröhnen
Um einen Kuß?
Erst muß man leiden,
Dann folgen Freuden,
Dann Ueberdruß.
Wir aber trinken,
Und Freuden winken
Uns jeden Tag.
Der Unmut weichet
Und Ekel schleichet
Uns nimmer nach.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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