Die hohen dichtgedrängten Wälder thronen
Auf Hügeln sanft gewölbt und abgedacht –
In Heimatschwermut rauschen ihre Kronen.

Sie sind erfüllt von Flucht und Wetterweben
Der zündenden Gewölke, die bei Nacht
Mit schwerem Flügelschlage drüber schweben.

Zu ihren Füssen, wo die breiten Pflüge
Gleichmässig Furchen ziehn im Ackerland,
Baut still ein enges Dasein sich Genüge.

Und von der Spanne Leben und dem Sterben
Webt Jahr um Jahr geheimnisvoll ein Band
Zu ihrem Blätterprangen und Verfärben.


Das Gedicht "Landschaft" stammt von   (1864 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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