Aus dem Nasenbeine meiner Anneliese

Schnitzelt′ ich mir auf der gelben Totenwiese

Eine Doppelspitze jetzt für die Zigarren,

Die Frau Anneliesen so unleidlich waren.

 

Niemals durft′ ich dampfen, als ich sie noch hatte,

Die Gardine war ihr teurer als der Gatte:

Nunmehr will ich doppelt mein Tabakbedürfen

Aus den Knochenkelchen ihrer Nase schlürfen!

 

Hei, wie werden meine Witweraugen funkeln,

Wenn die weißen Höhlen bräunlich sich verdunkeln!

Und dann will ich flüstern: Nun, wie schmeckt dir diese

Meine neuste Sorte, liebe Anneliese?


Das Gedicht "Rache" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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