Aus dem Nasenbeine meiner Anneliese
Schnitzelt′ ich mir auf der gelben Totenwiese
Eine Doppelspitze jetzt für die Zigarren,
Die Frau Anneliesen so unleidlich waren.
Niemals durft′ ich dampfen, als ich sie noch hatte,
Die Gardine war ihr teurer als der Gatte:
Nunmehr will ich doppelt mein Tabakbedürfen
Aus den Knochenkelchen ihrer Nase schlürfen!
Hei, wie werden meine Witweraugen funkeln,
Wenn die weißen Höhlen bräunlich sich verdunkeln!
Und dann will ich flüstern: Nun, wie schmeckt dir diese
Meine neuste Sorte, liebe Anneliese?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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