Wüßte sich die Kraft zur Kraft zu stellen:

Hei, wie würden sie den Weg sich hellen,

Und wie herrlich wär′ das Weltgebäude!

Aber meist nur traurigste Gesellen

Haben an einander volle Freude.

 

Wer was kann, der will allein sich zeigen:

All die andern sollen ihm sich neigen

Und ihm opfern als dem einen Gotte,

Oder wenigstens ersterbend schweigen -

Hol′ der Henker diese Götzenrotte!

 

Kraft, die ganz und wahr sich selbst empfunden,

Weiß sich Ebenbürtigen verbunden,

Die auf andre Art am großen Werke:

Hat sie stolz mit ihnen sich gefunden,

Freut sie doppelt sich der eignen Stärke!


Das Gedicht "Kraft und Kraft" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte