Mich hat ein Kinderlachen

Gestreift mit seiner ganzen Lust -

Was soll ich damit machen,

Ich, aller Bitternis bewußt?

 

Es klang so leicht und helle,

So arglos und so leidgefeit,

Als jauchzt′ es auf der Schwelle

Von großer Lebensherrlichkeit!

 

Mir ist sie nicht geworden,

Die reich von guten Sternen rinnt -

Sah Traum auf Traum nur morden,

Und war doch auch ein solches Kind.

 

Hat′s nur an mir gelegen,

Daß euer Lachen ich verlernt,

Und daß von meinen Wegen

Die beste Freude blieb entfernt?

 

Ich kann es nicht entscheiden,

Entwirren nicht mit eigner Hand -

Verschulden ja und Leiden

Ist eng verschlungen ineinand.

 

Euch aber mag′s gelingen!

Und selber ist mir′s nun, als müßt′

Ich an mein Ziel noch dringen,

Weil euer Lachen mich geküßt.


Das Gedicht "Kinderlachen" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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