(Zu einem Bilde von Franz Rieth)

 

Die Kater, die Kater, sie kommen,

Die großen, die schwarzen, die frommen!

Pfui, hockt mir schon einer im Nacken -

Nun wollen wir wilder uns packen,

Nun wollen wir toller uns küssen,

Weil wir dran glauben müssen!

 

He, Schalksnarr, du treuer, blutroter,

Grünblaßüberwachter, halbtoter,

Nun spiel′ uns die lärmendste Weise,

Nun hetz′ uns noch heißer im Kreise -

Noch einmal sei Tröster und Treiber

Der dreimal gepriesenen Leiber!

 

Ha schau, wie die Kater sich mehren

Zu greulich verfolgenden Heeren!

Nun all′ in die Arme von allen,

So spüren wir nichts von den Krallen -

So mag uns im Jauchzen und Springen

Der höllgelbe Morgen verschlingen!


Das Gedicht "Finale" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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