Daß die Zeit im Traum sich dehnt,
Daß ein tatenvolles Leben
In Minuten sich begeben,
Wie es Märchenlust ersehnt:
Muß es uns in unserm Wahn
Nicht an falsche Maße mahnen,
Die wir setzen unsern Bahnen,
Armer Tagsicht untertan?
O viel reicher ist das Sein,
Als die karge Sonne kündet -
Tausend Welten unergründet,
Ewigkeiten schließt es ein.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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