Ganz allein auf dem abendstillen Platze
Vor dem alten, finstergroßen Dome
Spielt ein Mädelchen mit fliegendem Blondhaar
Diabolo:
Auf und ab mit lustigem Wechselschlage
Schwingt sie flink die Stäbchen, als ob sie schlüge
Einen flotten Tanztakt allem Leben
Weit ringsum!
Und derweil ich so ihr Spiel belausche,
Merk' ich mehr und mehr: die muntere Kleine
Ist das Leben selbst, das keck und kindlich
Dirigiert..
Immer spielt' es schon so, das wilde Mägdlein,
Immer so im hastigen Zweischritt-Takte
Dicht am alten, finstergroßen Dome
Diabolo.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte