Mir kann nun von den schönen Dingen allen
am wenigsten das Abendrot gefallen,

zumal der grünlich gelbe Schein darüber
macht meine Seele banger nur und trüber,

und jener Gegendämmrung Violett,
aus dem des Mondes silbernes Stilett

blaßrote Streifen Blutes zapft, zerklafft
mir meiner Saiten allerletzte Kraft

und drückt mich müde in die müden Knie,
mich »Renommisten der Melancholie«.


Das Gedicht "Serenade" stammt von   (1885 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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