Ich habe niemals Du zu euch gesagt -
wohin ich kam und wen ich immer sprach
und wenn er auch in meinen Armen lag,
ich habe niemals Du zu ihm gesagt.

Und doch hab ich mich nie darob beklagt
und wenn die Sehnsucht auch mit wildem Schlag
mein selbstgewähltes Klausnertum durchbrach,
hab ich doch niemals Du zu euch gesagt

und hatte immerdar an mir genug,
berg ich doch ewig in mir Gott und Tier
und Licht und Kot und heiligste Begier,

und hielt mein stilles Zwiegespräch mit mir,
bis über mir gleich einem Totentuch
der Schrei der Einsamkeit zusammenschlug.


Das Gedicht "Einsam" stammt von   (1885 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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