So liebe ich dich nicht;

doch wenn der Sturm durch deine Weiten brüllt

und wenn die Wolken wiederum

wie Winterwölfe durch dich fahren

heißhungrig und vor Hunger stumm,

wird meine Unruh offenbaren,

wie ich nach deiner Freiheit lechze.

So liebe ich dich nicht,

so nicht in deinem wolkenlosen Prahlen,

denn diese prahlerische Reinheit

drückt mich tot, wie man ein Blatt zerdrückt.


Das Gedicht "Blauer Himmel" stammt von (* 1885-10-28, † 1916-12-05).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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