Und wieder ein Abend; ein Tag in das Nichts,
das grenzenlose Nichts gerollt -
in den bleiernen Wolken ein Sterben des Lichts
und über den Wäldern der Mond, gelb wie altfränkisches Gold.
Nun dunkelt es schnell; ein Wind macht sich auf
und rasselt im Schiefergedäche am Turm -
kopfüber purzelt der Tage Lauf
vor der Ewigkeit drohendem Sturm.
Das Gedicht "Abend" stammt von Gustav Sack (* 1885-10-28, † 1916-12-05).
Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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Gedichte