Brüder! Lobt die Sommerszeit!

Ja, dich, Sommer, will ich loben!

Wer nur deine Munterkeit,

Deine bunte Pracht erhoben,

Dem ist wahrlich, dem ist nur,

Nur dein halbes Lob gelungen,

Hätt er auch, wie Brocks, gesungen,

Brocks, der Liebling der Natur.

 

Hör ein größer Lob von mir,

Sommer! ohne stolz zu werden.

Brennst du mich, so dank ichs dir,

Daß ich bei des Strahls Beschwerden,

Bei der durstgen Mattigkeit,

Lechzend nach dem Weine frage,

Und gekühlt den Brüdern sage:

Brüder! lobt die durstge Zeit!


Das Gedicht "Der Sommer" stammt von   (1729 - 1781).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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