Ich bin Soldat und steh im Feld

Und weiß von niemand in der Welt.

Drum kann ich diesen Regentag nicht feiern,

So kummerzärtlich, feucht und bleiern,

Da mir dein Bild zur Nacht den Schlaf zerschlug

Und mich in deine Nähe trug.

 

Ich bin Soldat und steh im Feld,

Gewehr im Arm, und fern der Welt.

Wär ich zu Haus, ich schlösse Tür und Scheiben

Und wollte lange einsam bleiben;

Im Sofawinkel sitzend mich versenken,

Geschlossnen Auges deiner denken.

 

Ich bin Soldat im trüben Feld.

Hier endet alte Menschenwelt.

Der Regen singt, die nassen Strähnen fließen.

Ich kann nichts tun – nur Blei verschießen.

Weiß nicht warum, tu′s doch als ob ich′s muß:

Ins graue Wetter kracht ein Schuß!


Das Gedicht "Nach schwerem Traum" stammt von   (1890 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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