Das Haus wuchs hoch
Im Stadtgewog.
Hinauf - hinaus der Mieter zog -
Geht alles seinen Gang.
Die Nacht vergeht,
Der Lärm ersteht.
Der Herbstwind nach dem Sommer weht -
Geht alles seinen Gang.
Der Junge lärmt.
Ein Weib sich härmt.
Der alte Mann die Hände wärmt -
Geht alles seinen Gang.
Ist Alles Wechsel ohne Ende,
Im Lebensjahr, im Schutz der Wände.
Geht alles seinen Gang -
Wie lang?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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