Drei schöne Handwerksburschen,
Die schwammen wohl über den Rhein;
Sie traten bei einem Meister
Zur kleinen Türe hinein.

Der erste sprach mit dem Meister,
Der zweite grüßte die Frau,
Der dritte küßte die Tochter
Mit Augen so lieb und blau.

Und als sie den Wein getrunken
Und auch gegessen den Fisch,
Da saßen mit krummen Beinen
Zusammen sie auf dem Tisch.

Und schlugen wie Nachtigallen
Und stachen mit Nadeln drein
Und nähten die Hosenlätze
Bis gegen den Sternenschein.

Wie lieblich blitzten die Sterne
Zu Köln, in der alten Stadt!
Ein jeder der drei Gesellen
Seine Nadel zerbrochen hat.

Der erste sprach mit dem Meister,
Der zweite grüßte die Frau,
Der dritte küßte die Tochter
Mit Augen so lieb und blau.

Und schwammen zurücke wieder
Wohl über den rauschenden Strom -
Die großen Glocken klangen
Herab von dem großen Dom.


Das Gedicht "Drei schöne Handwerksburschen" stammt von   (1822 - 1856).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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