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Rast


Nun merk′ ich erst, wie müd′ ich bin,

Da ich zur Ruh′ mich lege:

Das Wandern hielt mich munter hin

Auf unwirtbarem Wege.

Die Füße frugen nicht nach Rast,

Es war zu kalt zum Stehen;

Der Rücken fühlte keine Last,

Der Sturm half fort mich wehen.

 

In eines Köhlers engem Haus

Hab′ Obdach ich gefunden;

Doch meine Glieder ruh′n nicht aus:

So brennen ihre Wunden.

Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm

So wild und so verwegen,

Fühlst in der Still′ erst deinen Wurm

Mit heißem Stich sich regen!



(* 07.10.1794, † 01.10.1827)




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