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Mut


Fliegt der Schnee mir ins Gesicht,

Schüttl′ ich ihn herunter.

Wenn mein Herz im Busen spricht,

Sing′ ich hell und munter.

 

Höre nicht, was es mir sagt,

Habe keine Ohren;

Fühle nicht, was es mir klagt,

Klagen ist für Toren.

 

Lustig in die Welt hinein

Gegen Wind und Wetter!

Will kein Gott auf Erden sein,

Sind wir selber Götter!



(* 07.10.1794, † 01.10.1827)




Bewertung:
2/5 bei 10 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Hans
    Hans | pferd@web.de
    vor 6 Monaten

    Das lyrische Ich hat Depressionen und fühlt sich Gottverlassen, aber anstatt in seiner Trauer zu verweilen, fasst er Mut und schreitet tatkräftig und freudig in die Welt.
    Vielleicht will der Autor damit sagen, dass es an den Menschen selbst liegt, für ihr Wohlbefinden zu sorgen, anstatt sich von inneren und äußeren "Stürmen" die Stimmung versauen zu lassen

  • Gravatar von Lurz
    Lurz | lurzheinrich@web.de
    vor 7 Monaten

    Weis ich auch nicht.

  • Gravatar von Leah
    Leah |
    vor rund 8 Jahren

    Kann mir jemand den Sinn des Gedichtes erklären?
    Ich schreib darüber morgen ne arbeit darüber.