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Jägers Lust


Es lebe, was auf Erden

Stolziert in grüner Tracht,

Die Wälder und die Felder,

Die Jäger und die Jagd!

 

Wie lustig ist′s im Grünen,

Wenn′s helle Jagdhorn schallt,

Wenn Hirsch′ und Rehe springen,

Wenn′s blitzt und dampft und knallt!

 

Ich hab mir schwarz gesenget

Das rechte Augenlid:

Was tut′s, da mich mein Dirnel

So schwarz auch gerne sieht?

 

Mein Stutz und meine Dirne,

Sind die mir immer treu,

Was tu ich weiter fragen

Nach Welt und Klerisei?

 

Im Walde bin ich König,

Der Wald ist Gottes Haus;

Da weht sein starker Odem

Lebendig ein und aus.

 

Ein Wildschütz will ich bleiben,

So lang die Tannen grün,

Mein Mädchen will ich küssen,

So lang die Lippen glühn.

 

Komm, Kind, mit mir zu wohnen

Im freien Waldrevier!

Von immergrünen Zweigen

Bau ich ein Hüttchen dir.

 

Dann steig ich nimmer wieder

Ins graue Dorf hinab,

Im Walde will ich leben,

Im Wald grabt mir ein Grab!

 

Daß nicht des Pfarrers Kühe

Darauf zur Weide gehn:

Das Wild soll drüber springen.

Kein Kreuz im Wege stehn.



(* 07.10.1794, † 01.10.1827)




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