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Erstarrung


Ich such im Schnee vergebens

Nach ihrer Tritte Spur,

Hier, wo wir oft gewandelt

Selbander durch die Flur.

 

Ich will den Boden küssen,

durchdringen Eis und Schnee

Mit meinen heißen Thränen,

Bis ich die Erde seh.

 

Wo find ich eine Blüthe

Wo find ich grünes Gras?

Die Blumen sind erstorben,

Der Rasen sieht so blaß.

 

Soll denn kein Angedenken

Ich nehmen mit von hier?

Wenn meine Schmerzen schweigen,

Wer sagt mir dann von ihr?

 

Mein Herz ist wie erstorben,

Kalt starrt ihr Bild darin:

Schmilzt je das Herz mir wieder,

Fließt auch das Bild dahin



(* 07.10.1794, † 01.10.1827)




Bewertung:
3/5 bei 41 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Nobodycares
    Nobodycares | midnighty1507@gmail.com
    vor 4 Monaten

    Wir lesen dieses Gedicht im Deutschunterricht und es mich voll gefasst (Ich meine das definitiv nicht sarkastisch)