Der Wind spielt mit der Wetterfahne

Auf meines schönen Liebchens Haus.

Da dacht ich schon in meinem Wahne,

Sie pfiff den armen Flüchtling aus.

 

Er hätt′ es eher bemerken sollen,

Des Hauses aufgestecktes Schild,

So hätt′ er nimmer suchen wollen

Im Haus ein treues Frauenbild.

 

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen

Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.

Was fragen sie nach meinen Schmerzen?

Ihr Kind ist eine reiche Braut.


Das Gedicht "Die Wetterfahne" stammt von   (1794 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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