An des Meeres Klippenstrande such ich nach dem harten Stein,
Den dein Fuß zuletzt betreten, als du stiegst ins Boot hinein.
Will ihn als ein Ruhekissen legen auf mein krankes Herz,
Daß kein weicher Traum der Liebe es betrüg um seinen Schmerz.
Gedichte
Wilhelm Müller
An des Meeres Klippenstrande such ich nach dem harten Stein,
Den dein Fuß zuletzt betreten, als du stiegst ins Boot hinein.
Will ihn als ein Ruhekissen legen auf mein krankes Herz,
Daß kein weicher Traum der Liebe es betrüg um seinen Schmerz.
Das Gedicht "Das Ruhekissen der Verlassenen" stammt von Wilhelm Müller (1794 - 1827).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.