Sieh′ da, zwei Enten jung und schön,

Die wollen an den Teich hingehn.

 

Zum Teiche gehn sie munter

Und tauchen die Köpfe unter.

 

Die eine in der Goschen

Trägt einen grünen Froschen.

 

Sie denkt allein ihn zu verschlingen.

Das soll ihr aber nicht gelingen.

 

Die Ente und der Enterich,

Die ziehn den Frosch ganz fürchterlich.

 

Sie ziehn ihn in die Quere,

Das tut ihm weh gar sehre.

 

Der Frosch kämpft tapfer wie ein Mann.

Ob das ihm wohl was helfen kann?

 

Schon hat die eine ihn beim Kopf,

Die andre hält ihr zu den Kropf.

 

Die beiden Enten raufen,

Da hat der Frosch gut laufen.

 

Die Enten haben sich besunnen

Und suchen den Frosch im Brunnen.

 

Sie suchen ihn im Wasserrohr,

Der Frosch springt aber schnell hervor.

 

Die Enten mit Geschnatter

Stecken die Köpfe durchs Gatter.

 

Der Frosch ist fort – die Enten,

Wenn die nur auch fort könnten!

 

Da kommt der Koch herbei sogleich

Und lacht: "Hehe, jetzt hab′ ich euch!"

 

Drei Wochen war der Frosch so krank!

Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank!


Das Gedicht "Der Frosch und die beiden Enten" stammt von (* 1832-04-15, † 1908-01-09).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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