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Thaufrischer Mai


Aus der Gassen wüstem Lärmgedränge,

Aus der Großstadt staubig-dumpfer Enge

Wall' ich wonnigfroh zu dir, Natur!

Tausend Träume trunken mich umweben,

Ueber mir die Lerchen jubelnd schweben,

Jauchzend wandle ich der Sonne Spur.

Und ein Meer von süßen Melodien

Fühl' ich wogend mir im Busen glühen!

Meine Seele athmet seligfrei:

Plötzlich stirbt der Sinne Gluthverlangen,

Gottes ewiger Hauch hat mich umfangen,

Frieden spendest du, thaufrischer Mai.



(* 07.03.1864, † 00.00.1914)




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