Die Wiese schäumt von Blüten,

Der Wind singt drüber hin,

Den sonnenlichtdurchglühten

Leib bad′ ich kühl darin.

 

Du freie Gottesschmiede,

Du lohe Sonnenglut,

Inbrünstiglich durchglühe

Leib, Seele, Herz und Blut!

 

Ins Glühen unermessen

Und Blühen eingewühlt

Will ich den Tod vergessen,

Der alle Erde kühlt.

 

Glüh′, Sonne, Sonne, glühe!

Die Welt braucht soviel Glanz!

Blüh′, Sommererde, blühe,

Ach blühe Kranz bei Kranz!


Das Gedicht "Die Wiese schäumt von Blüten" stammt von (* 1887-07-06, † 1917-10-16).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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