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Zufälligkeiten


Gern glaub ich den Zufälligkeiten,

Das Flüchtigste wird mir bewußt.

Süß ists, an den Grenzen zu schreiten,

Zu tauschen Entsagung mit Lust.

 

Vergänglichem wahllos ergeben,

Wird frei der Gedanke und weit;

Ein Leben vernichtet das Leben...

Ein Schatten - die Wirklichkeit.

 

Nicht wünsch ich, als Herrscher zu thronen

Des Schicksals - bestimmt ist sein Lauf.

Im Kloster, wo Sternbilder wohnen,

Stoß Falltür um Falltür ich auf.

 

O Zufall, du Triebwerk der Tage,

Der Nächte melodisch Getön,

Du Rausch, den ich stolz in mir trage,

Poem, du, unendlich schön.



(* 13.12.1873, † 09.10.1924)




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