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Dämmerung


Von schwankenden Halmen gleiten

Die Lichter der Monde aufs Land;

Die Masten tönen, die Saiten,

Gespielt von nicht sichtbarer Hand;

 

Bernsteinerne Zifferblätter

Hoch droben die Flamme erhellt,

Auf dürsternde Fliesen, auf Steige,

Die Stille begütigend fällt.

 

Im Netz, im schwanken, im schweren,

So still ward das neblige Grün,

Und lächelnd küßt die Hetären

Der Abend und läßt sie ziehn.

 

Die weichen Töne, die warmen

Des Klavierchords - der Abend verblich...

O Dämmer, du Welt voll Erbarmen,

Erfülle und tröste mich.



(* 13.12.1873, † 09.10.1924)




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