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Meeresstrand


Ans Haff nun fliegt die Möwe,

und Dämmrung bricht herein;

über die feuchten Watten

spiegelt der Abendschein.

 

Graues Geflügel huschet

neben dem Wasser her;

wie Träume liegen die Inseln

im Nebel auf dem Meer.

 

Ich höre des gärenden Schlammes

geheimnisvollen Ton,

einsames Vogelrufen -

so war es immer schon.

 

Noch einmal schauert leise

und schweiget dann der Wind;

vernehmlich werden die Stimmen,

die über der Tiefe sind.



(* 14.09.1817, † 04.07.1888)




Bewertung:
4/5 bei 3 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Karin Alette  (Autorenname)
    Karin Alette (Autorenname) | karin-alette@gmx.de
    vor 10 Monaten


    Dieses Gedicht habe ich bereits in meiner Kindheit sehr geschätzt und damals schon ein Antwortgedicht verfasst. Storm hat meine Begeisterung für das Schreiben von Gedichten sehr früh geprägt.
    Vier Gedichtbücher mit folgenden Titeln sind bis jetzt entstanden:
    "Kristalle", "Lichtblicke", "Lichtquellen" und "Lautlos glüht die Sonne.
    27.10.2017
    Karin Alette Gisch


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