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Träume


Du mußt dich ganz deinen Träumen vertrauen
 Und ihr heimlichstes Wesen erlernen,
 Wie sie sich hoch in den flutenden blauen
 Fernen verlieren gleich wehenden Sternen.
 Und wenn sie in deine Nächte glänzen
 Und Wunsch und Wille, Geschenk und Gefahr
 Lächelnd verknüpfen zu flüchtigen Kränzen,
 So nimm sie wie milde Blüten ins Haar.
 Und schenke dich ganz ihrem leuchtenden Spiele:
 In ihnen ist Wahrheit des ewigen Scheins,
 Schöne Schatten all deiner Ziele
 Rinnen sie einst mit den Taten in Eins.



(* 28.11.1881, † 23.02.1942)




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