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Stadt am See (Konstanz)


Schon fern, in dämmernder Verschönung
 Die ernste Linie einer deutschen Stadt,
 Geschmiegt in Wolken von so zarter Tönung,
 Wie sie allein der Juniabend hat.


Im Uferpark Musik aus dunklen Lauben,
 Ein Lied: kennst du das alte Lied nicht mehr?
 So lieb, so trüb wie Saft aus schweren Trauben
 Ganz langsam quillt das Lied die Wellen her.


Da klingt dein Herz, als ob es Heimweh hätte,
 Und sieht doch diese Stadt zum erstenmal,
 Zum erstenmal die dunkle Silhouette,
 Die schleiernd tränt im fahlen Mondenstrahl.



(* 28.11.1881, † 23.02.1942)




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