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Lied des Einsiedels


Wie seltsam hat sich dies gewendet,
 Daß aller Wege wirrer Sinn
 Vor dieser schmalen Tür geendet
 Und ich dabei so selig bin!


Der stummen Sterne reine Nähe
 Weht mich mit ihrem Zauber an
 Und hat der Erde Lust und Wehe
 Von meinen Stunden abgetan.


Der süße Atem meiner Geige
 Füllt nun mit Gnade mein Gemach,
 Und so ich mich dem Abend neige,
 Wird Gottes Stimme in mir wach.


Wie seltsam hat sich dies gewendet,
 Daß aller Wege wirrer Sinn
 Vor dieser schmalen Tür geendet
 Und ich dabei so selig bin,


Und von der Welt nur dies begehre,
 Die weißen Wolken anzusehn,
 Die lächelnd, über Schmerz und Schwere,
 Von Gott hin zu den Menschen gehn.



(* 28.11.1881, † 23.02.1942)




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