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Der dunkle Falter


Noch glüht, umwölkt von kühlen Abendrosen,
 Vor mir die Heimat. Doch mein Herz erbebt
 Vom Sehnsuchtslied der ewig Heimatlosen
 Und fühlt den Schmerz, den es doch nie erlebt.


Wie eine milde, traurig–süße Mahnung
 Umfängt mich dieses fremde Bruderleid.
 Früh flügelt schon der dunkle Falter Ahnung
 Über die Gärten meiner Jugendzeit.


So deutungsvoll ward mir das Stundenschlagen,
 So müd mein Herz. Und selbst den tiefen Glanz
 Der Frauenblicke weiß ich nur zu tragen,
 Wie bange Hände einen welken Kranz ...



(* 28.11.1881, † 23.02.1942)




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