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Blühen


Die Mädchen in den ersten Tagen
 Des Frühlings sind so wunderbar.
 Noch wissen sie es nicht zu sagen
 Und fühlen doch wie Kronentragen
 Die Blüten hoch in ihrem Haar.


Des Windes leisen Violinen
 Wandern sie nach im Lenzgebet,
 Und eine Sehnsucht ist in ihnen,
 Die ihre blassen Träumermienen
 Mit vielen Feuern überweht.


Und aller Dinge dumpfes Streben
 Gewinnt in ihnen seinen Sinn.
 Der jungen Erde Rausch und Beben,
 Sie tragen es mit ihrem Leben
 Schon träumend in den Frühling hin.



(* 28.11.1881, † 23.02.1942)




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