Wir lachen eures wahnes -

Geschlechter falschen spanes -

Ihr äugen blöd und blau

Seht nur den tag voll trug -

Die unsern nächtig glau

Erspähn den innern fug.

 

Euch ist die haut nur kund -

Wir wissen tausend namen

Von wind- und wolkenschub

Vom heer im wassergrund

Von tausend dunklen samen

Die finsternis vergrub.

 

Uns ist der tanz im krampfe -

In wülsten und gekrös

Sind uns die leiber schön.

Duft ist im moderdampfe.

Im wirbelnden getös

Vernehmen wir getön.


Das Gedicht "Hexenreihen" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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