Fenster wo ich einst mit dir

Abends in die landschaft sah

Sind nun hell mit fremdem licht.

 

Pfad noch läuft vom tor wo du

Standest ohne umzuschaun

Dann ins tal hinunterbogst.

 

Bei der kehr warf nochmals auf

Mond dein bleiches angesicht...

Doch es war zu spät zum ruf.

 

Dunkel- schweigen - starre luft

Sinkt wie damals um das haus.

Alle freude nahmst du mit.


Das Gedicht "Fenster" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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