Entflieht auf leichten kähnen

Berauschten sonnenwelten

Dass immer mildre tränen

Euch eure flucht entgelten.

 

Seht diesen taumel blonder

Lichtblauer traumgewalten

Und trunkner wonnen sonder

Verzückung sich entfalten.

 

Dass nicht der süße schauer

In neues leid euch hülle -

Es sei die stille trauer

Die diesen frühling fülle.


Das Gedicht "Entflieht" stammt von (* 1868-07-12, † 1933-12-04).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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